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Festgottesdienst 3

29. Oktober 2006, 09:00 bis 09:30
Dom St. Peter & Paul

Cécile Chaminade (1857–1944)
Messe pour deux voix egales
avec accompagnement d’Orgue ou d’Harmonium op. 167


Sopran: Monika Münzer
Alt: Florentina Uneg
An der Mathis-Orgel: Domorganist Klaus Kuchling


Sortie:
Cesar Franck (1822–1890?)
Choral III, a-moll

Cécile Louise Stéphanie Chaminade (* 8. August 1857 in Paris; † 13. April
1944 in Monte Carlo) war eine französische Komponistin und Pianistin.
Chaminade wurde am Fuß des Montmartre geboren und entstammte
einer Familie von Offizieren und Seeleuten. Unter ihren Vorfahren findet
sich auch Wilhelm Josef Chaminade, der Gründer des Ordens der Marianisten
in den USA und des Chaminade's College von St. Louis. Sie wurde
zunächst von ihrer Mutter unterrichtet (einer hervorragenden Pianistin),
dann von Félix Le Couppey (Klavier), Augustin Savart,Martin Pierre
Joseph Marsick und Benjamin Godard, allerdings nur inoffiziell, denn ihr
Vater – Leiter einer Versicherungsgesellschaft – missbilligte ihre
musikalische Ausbildung.
Ihre ersten Kompositionsversuche datieren bereits aus sehr früher Zeit,
und im Alter von 8 Jahren spielte sie Georges Bizet, dem Komponisten
der Carmen, eigene Werke vor, der von ihrem Talent sehr beeindruckt
war. Im Alter von 18 Jahren gab sie ihr erstes Konzert, und ab dieser Zeit
erlangte ihr kompositorisches Werk zunehmende Beliebtheit. Sie schrieb
hauptsächlich Charakterstücke für Klavier und Salonlieder, die fast alle
auch veröffentlicht wurden. 1882 wurde ihre einaktige komische Oper La
Sévillane op. 10 uraufgeführt.
In den früheren Jahren unternahm Chaminade mehrere Konzertreisen
durch Frankreich, die Schweiz, Belgien und Holland. 1892 hatte sie ihr
Début in England, das sie anschließend mehrfach bereiste. Ihr Schaffen
wurde dort sehr populär. Queen Victoria lud sie ein, einige Zeit in Windsor
Castle zu verbringen.
Chaminade heiratete 1901 einen Musikverleger aus Marseille, Louis-
Mathieu Carbonel; wegen seines vorgerückten Alters ging das Gerücht,
es sei eine reine Zweckehe. Er verstarb 1907, und Chaminade heiratete
nicht wieder.
Weitere Konzertreisen führten sie nach Griechenland, in die Türkei, nach
Kanada und 1908 in die USA, wo ihr zahlreiche Bewunderer einen
warmherzigen Empfang bereiteten. Ihre Kompositionen waren bei den
amerikanischen Zuhörern äußerst erfolgreich, und Stücke wie der Scarf
dance oder das Ballet No. 1 wurden fester Bestandteil der Notenbibliothek
aller kultivierten Liebhaber der Klaviermusik. Sie komponierte ein
Konzertstück op. 40 für Klavier und Orchester, eine Ballettmusik zu Callirhoé
und weitere Orchesterwerke, darunter auch die groß angelegte
Symphonie lyrique Les Amazones für Chor und Orchester. Ihre Lieder, etwa
The Silver Ring und Ritournelle wurden ebenfalls populär. Ambroise
Thomas, der berühmte französische Komponist und Schriftsteller, sagte
über Chaminade: „Dies ist keine komponierende Frau, sondern ein Komponist,
der eine Frau ist."
1913 wurde sie als erste Komponistin Mitglied der Ehrenlegion. 1914
reiste sie erneut nach England, wo sie wiederum Triumphe feiern konnte.
Nach Beginn des ersten Weltkrieges, im Alter von 57 Jahren, übernahm
sie die Leitung eines Krankenhauses. Vor und nach dem ersten Weltkrieg
nahm Chaminade zahlreiche Klavierrollen auf. Mit zunehmendem Alter
ging krankheitsbedingt – ihr musste ein Fuß amputiert werden – die
Schaffenskraft zurück. 1936 ließ sie sich in Monte Carlo nieder, wo sie
1944 verstarb.
Chaminade geriet mit ihren Klavierstücken und Liedern in der zweiten
Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend in Vergessenheit, lediglich ihr
Concertino für Flöte und Orchester op. 107, das 1902 Wettbewerbsstück
am Pariser Konservatorium war, ist bis heute bekannt geblieben. Auch

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